Virtuelle Realität – Eine etwas andere Sichtweise

Was ist Virtual Reality?

Virtuelle Realität ist in aller Munde. Das Modewort bezeichnet Technik, bei der ein Benutzer meist mit überdimensionalen Brillen in eine künstlich erschaffene Realität versetzt wird und dort nach Belieben die Beschaffenheit dieser Welt entdecken kann. Diese Idee finden ganz verschiedene Leute attraktiv: Gamer und Spieleentwickler, die sich auf ein realistischeres Spielerlebnis freuen, Reisefreunde und Reisebüros, die sich ihre Reiseziele damit schon im Wohnzimmer anschauen können, Geschichtswissenschaftler aller Art, die damit in vergangene Zeiten eintauchen können und zu guter Letzt auch jede Menge Forscher, die ihren Probanden die komischsten Dinge vorgaukeln können und ihre Reaktionen messen.

Hinter dem Begriff der virtuellen Realität (VR) versteckt sich jedoch viel mehr als bloß der letzte Schrei der Technik. Vielmehr ist es eine Idee, die schon sehr alt ist – vielleicht sogar so alt wie die Menschheit selbst, denn allein der Gedanke „was wäre, wenn…“ impliziert die Vorstellung einer Wirklichkeit, die von der „realen“ abweicht. Wir erschaffen uns also schon während alltäglichen Denkprozessen virtuelle Realitäten, aber auch die Phantasie und das Träumen könnte man als einfachste Formen der Wirklichkeitserschaffung betrachten, die den Menschen seit jeher bekannt sind.

Warum gibt es also im Moment einen solchen Hype, wenn die Sache an sich so alt ist? Nunja, der Hype gilt wohl den Virtual-Reality Brillen, also der Technik an sich, die verspricht die virtuelle Welt realistischer denn je darzustellen. Denn sowohl beim Phantasieren, wie beim Träumen genügt es die Augen zu öffnen, um zu erkennen, dass das Geträumte eben nicht „real“ ist. Mit den neuen Brillen ist das nicht mehr möglich. Wer schon einmal eine VR-Brille tragen durfte und zusätzlich mit Kopfhörern den Sound der neuen Welt erlebt hat, weiß wie echt es sich anfühlt. Natürlich weiß man jederzeit, dass die Welt nicht echt ist (in der echten Welt kann man keine Pixel zählen), aber es fühlt sich schon sehr danach an, weil Seh- und Hörsinn komplett von dieser Realität überzeugt sind. Deswegen fällt es deutlich schwerer sich bei einem Horrorfilm klarzumachen, dass das Gesehene unwirklich ist, als bei Computerspiel oder Film.

Was uns an VR fesselt

Aber warum streben wir so sehr danach uns eine Realität zu erschaffen, die so wirkt wie die echte? Birgt das nicht viele Risiken? Sicherlich gibt es Risiken, deswegen wird es wichtig sein, dass man einen gesunden Umgang mit der Technik etabliert (wie mit allen technischen Neuerungen) und Regelungen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene findet, sodass niemand seelische Schäden davonträgt und man trotzdem die Vorteile der VR nutzen kann.

Und warum wir uns eine möglichst reale Realität erschaffen möchten, liegt wohl in der Natur der Sache. Es ist nunmal im realen Leben so, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben. Um es drastisch zu sagen, wer im echten Leben stirbt, steht nicht wieder auf (außer man ist religiös, aber auch dann wird der Mensch nicht mehr in derselben Form weiter existieren). Es ist sicherlich gut, dass es so ist, aber trotzdem schränkt es unseren Handlungsspielraum ein, da wir gewisse Dinge eben nicht „einfach mal ausprobieren“ können. In der virtuellen Realität geht das. Und je realistischer diese Wirklichkeit ist, desto besser kann ich Rückschlüsse auf die reale Realität ziehen.

Natürlich ist das Entdecken von fiktiven Welten ein wesentlicher Bestandteil der VR, aber dies ist wohl eher ein Ausleben unseres Spieltriebs, als dass wir uns dadurch erhoffen, Erfahrung für unser Leben zu gewinnen. Demgegenüber bietet eine realistische virtuelle Welt eben tatsächlich die Möglichkeit Neues zu lernen, dass von Relevanz für die Wirklichkeit ist.

Was überhaupt kann des Leben wert sein, wenn die erste Probe für das Leben schon das Leben selber ist?

Dieses etwas nihilistische Zitat aus Milan Kunderas Roman „Die unterträgliche Leichtigkeit des Seins“, soll verdeutlichen, warum es so notwendig ist, dass wir einen Raum haben, wo wir proben können, um etwas über das Leben zu lernen. Denn es ist nunmal in der Tat so, dass jede Situation im Leben einzigartig ist. Fälle ich einmal eine Entscheidung, werde ich sie nicht mehr zurücknehmen können, weil es im Leben eben keine Taste zum Zurückspulen gibt.

Natürlich kann ich keine konkreten Situationen in der virtuellen Realität „trainieren“, weil virtuellen Situationen nie genau die Entscheidungen abbilden werden, die ich im echten Leben zu treffen habe. Also ist das Lernen, was ich meine, nicht das, was man im alltäglichen Sinn unter Lernen versteht. Es eher ein Entdecken von neuen Welten, ein Ausprobieren von neuen Möglichkeiten, was mir zwar kein direktes Wissen vermittelt, mit dem mir Entscheidungen im echten Leben leichter fallen würden, dafür meinen Geist stimuliert. Das kann heißen, dass ich in der VR Dinge ausprobiere, die ich mich nicht traue und eventuell dadurch meine Angst davor verliere. Eventuell inspirieren mich Eigenschaften der virtuellen Welt zu neuen Ideen und Gedanken, lassen mich etwas über mich selbst lernen oder sind mir einfach nur ein Ausgleich, um an einem Ort explizit ohne nachdenken zu müssen zu tun und zu lassen, was ich möchte. Ich denke, was man in der VR lernt, kann sehr unterschiedlich sein und ist höchst persönlich. Aber gerade die Tatsache, dass sie der echten Welt zum Täuschen ähnlich sein kann, aber von seiner Natur her grundverschieden, übt einen unglaublich Reiz auf die Menschen aus.

Die Realität – eine virtuelle Realität?

Der Reiz von VR ist unter anderem auch der, dass sie sich zwar von der Wirklichkeit unterscheidet, da man im Leben mehr Konsequenzen trägt, aber insofern der Wirklichkeit gleicht, als dass es auch hier ein Lernen gibt, welches so unspezifisch ist, wie das in der VR. Was ich damit meine, ist, dass uns die virtuelle Realität zeigt, dass unsere Wirklichkeit ebenso virtuell ist, wie die VR. Denn Menschen in der virtuellen Realität reagieren sehr unterschiedlich auf die „objektiven“ Gegebenheiten ihrer Umgebung und „lernen“ die unterschiedlichsten Dinge. Genauso verhält es sich auch mit unserer „Wirklichkeit“, denn auch hier gibt es „objektive“ Gegebenheit der Umwelt (eben die Welt wie sie ist) und trotzdem ist die Wahrnehmung derer und die Schlüsse, die Menschen daraus ziehen höchst unterschiedlich. Für uns alle ist zwar ein Baum ein Baum, aber für den einen sieht er furchteinflößend aus, für den anderen einladend.

Unsere Welt ist einfach nur eine von vielen möglichen virtuellen Realitäten. Das einzige, was sie von denen unterscheidet, die wir künstlich erschaffen, ist dass wir die Regeln dieser Welt akzeptieren müssen, da wir sie nicht ändern können. Eine Regel dieser Welt ist eben, dass wir nicht Zurückspulen können und Dinge wiederholen können. Damit müssen wir leben. Demgegenüber könnten wir die Realitäten, die wir erschaffen, so gestalten, dass man dort zurückspulen kann.

 

Über den Mensch, die Gesellschaft und eine neue Wirtschaft

In diesem Beitrag soll es darum gehen wie eine ökonomische Demokratisierung, gleich der politischen Demokratisierung im Zuge der Aufklärung, unsere Wirtschaft grundlegend verändern könnte. Außerdem werde ich dabei darauf eingehen, welches charakteristische Verhalten sich bei Menschen beobachten lässt.

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.



Dieses, wenn auch noch so überstrapazierte Zitat von Immanuel Kant, beschreibt einen der fundamentalsten Wandel in unserer Gesellschaft – nämlich die Politisierung der Massen. Wobei, eigentlich beschreibt es ein zeitloses Phänomen, dass sich in unendlich vielen Bewegungen wiederfinden lässt.

Was ist der Mensch?

Nun, keine einfache Frage. Ich will hier auch gar nicht darüber nachdenken, was den Mensch vom Tier unterscheidet, sprich was ihn einzigartig macht, sondern rein deskriptiv ein paar Eigenschaften des Menschen herausstellen, die ich im Kontext von Gesellschaften als besonders wichtig empfinde.

Das Zitat von Kant beschreibt eine dieser Eigenschaften: Die Trägheit, oder das Verlangen nach Sicherheit. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Der Mensch ist aber auch ein Rudeltier. Er war noch nie ein Einzelgänger. Auch, als er noch nicht sesshaft war, bewegte er sich stets in Sippenverbänden, die schon rudimentäre Formen von Arbeitsteilung verwirklichten (sogenannte Jäger und Sammler). Man kann es auch an unseren Vorfahren den Affen sehen, dass wir von Natur aus sehr soziale Wesen sind. Auch wenn diese Gesellschaft viele Vorteile hat, das Blöde ist immer, dass die anderen anders denken als man selbst. Man kann nicht mehr alles tun wie es einem passt. Tada, schon haben wir gezeigt, dass Kants Zitat über den Gebrauch des eigenen Verstandes versus der laissez-faire Attitüde ein grundlegendes Phänomen von menschlichem Zusammenleben ist. Denn sobald es auch nur eine andere Meinung außer meiner eigenen gibt, stellt sich immer die Frage: Beharre ich auf dem, was ich für richtig halte, bis zum bitteren Ende oder lehne ich mich zurück und überlasse dem Anderen das Denken?

Natürlich ist die Entscheidung nie so radikal. Und es ist ja auch nicht so, dass alle Menschen permanent die Entscheidungen anderen überlassen, das will ich gar nicht sagen. Meine Beobachtung ist nur, dass auch für den Menschen Newtons erstes Axiom gilt:

Ein Körper verharrt im Zustand der Ruhe […], sofern er nicht durch einwirkende Kräfte zur Änderung seines Zustands gezwungen wird.

Das bedeutet, dass der Mensch per se der Gewohntheit folgt und allen gesellschaftlichen Konventionen gerecht wird. Ich ziehe meine Hose über die Beine an und setzt sie nicht auf den Kopf (was ich ja genauso gut tun könnte), ich falte die Wäsche so wie Papa es mir gezeigt hat und frage auch keinen Obdachlosen, dem ich Almosen geben will, ob er einen Fünfziger wechseln kann. Macht man eben nicht. Ich verharre träge im Zustand des mir Bekannten, weil ich mich dabei sicher fühle. Evolutionstechnisch vollkommen korrekt, denn so überlebe ich am wahrscheinlichsten. Alles Unbekannte ist potentielle Gefahr. Jetzt kommen aber Menschen an und erzählen mir, dass man Wäsche noch viel besser zusammenlegen kann. Bei Wäsche, würde ich mich vielleicht noch überzeugen lassen, aber wenn es darum geht, wie ich meine Arbeit mache oder wie ich Auto fahre, werde ich wohl verärgert sein. Ich wäre wütend auf den anderen, will mich nicht von ihm bevormunden lassen. Außerdem ist so wie ich Auto fahre sowieso besser. Der Andere hat ja keine Ahnung.

Das ist das, was passiert. Ich lehne das Neue erst einmal ab. Warum sollte ich es auch annehmen? Ich fahre schon seit Jahren so Auto und es hat sich bisher noch nie jemand beschwert, also kann es ja nicht schlecht sein. Außerdem kann ich diesen Fahrstil sehr gut und mich an etwas anderes zu gewöhnen, würde mich viel Zeit und Energie kosten. Vollkommen berechtigte Argumente. Trotzdem kann es natürlich sein, dass es die Zeit und die Energie wert ist, weil der neue Fahrstil erheblich besser, sicherer und sparsamer ist.

Die Trägheit der Gesellschaft

Wie wir gesehen haben ist jeder einzelne von uns träge. Angenommen es gibt nun eine Neuerung, die erhebliche Verbesserungen bringt. Damit sie sich aber in der Gesellschaft durchsetzt, muss tausende von Male die Energie aufgebracht werden, Menschen von ihrer Gewohneit weg zum Neuen zu bewegen. Jedes einzelne Mal wird Energie benötigt, den anderen solange zu überreden, bis er einsieht, dass der Mehrwert des Neuen den Aufwand es zu lernen wert ist. Sehr oft wird dieses Überzeugen nicht gelingen.

Deswegen sind Veränderungen in der Gesellschaft noch träger. Mitunter kann es jahrzente dauern, bis sich gewisse Dinge durchsetzten. Beispiel Internet. Die jüngste Generation kann sich ein Leben ohne nicht mehr vorstellen, während alle älteren Generationen mehr oder minder erfolgreich versuchen damit irgendwie klarzukommen. Am besten ist es dabei, wenn sie eine kritische Masse entwickeln, das heißt, dass die neue Idee zum einen so überzeugend ist, dass die Menschen schnell einsehen, dass sie besser ist, und zum anderen, dass genügend Menschen das Neue verfechten und es an andere weitergeben, sodass die Neuerung schnell auf einen Großteil der Bevölkerung überschwappt.

Diese kritische Masse besaß die Neuerung das politische Geschehen aktiv mitzubestimmen im 18. und 19. Jahrhundert in Europa. Während dieser Zeit geschah es wie auch immer, dass trotz aller Trägheit Massen von Menschen begeistert waren einen Nationalstaat zu gründen und für ihre Rechte zu kämpfen. Dieser Zeit verdanken wir das Privileg von politischer Partizipation. Für jeden. Jeden einzelnen. Aber das war keine notwendig Entwicklung. Es ging auch vorher gut ohne politische Partizipation, und das für hunderte von Jahren. Dennoch ist es passiert, dass sich die Menschen erhoben haben. Erhoben über die eigene Gewohntheit und erhoben gegen die vorherrschenden Umstände. Und ganz im Kant’schen Sinne haben sie sich ihres Verstandes bedient und die Welt verändert.

Renaissance der Aufklärung

Meine Behauptung ist nun, dass es wieder einmal so weit ist. Es ist wieder einmal soweit, dass wir eine alte Gewohnheit aufgeben müssen und die Energie aufbringen etwas zu verändern und ich kann nur hoffen, dass es die nötige kritische Masse erreicht, um sich durchzusetzten. Wovon ich rede ist die Demokratisierung der Wirtschaft. Denn die derzeitigen Machtverhältnisse erinnern eher an mittelalterliche Strukturen. Eine handvoll Grafen, Fürsten und anderen Adeligen (Unternehmen) mit viel Land (Marktanteil und Marktmacht) diktiert die Ordnung der Gesellschaft so, wie es ihnen am vorteilhaftesten erscheint. Zwar gibt es heute ein demokratisches Politikwesen, was die Befugnisse der Unternehmen in die Schranken weist und ihnen Regeln auferlegen kann. Jedoch wird diese Kontrolle unter anderem durch Lobbyarbeit und wirtschaftliche Eigeninteressen der Politiker unterlaufen.

Aber was hat das mit mir zu tun? Nun, früher hieß es der Kund ist König. Gewissermaßen sind wir das immernoch, weil wir per se als Konsumenten mit unseren Konsumentscheidungen Einfluss ausüben. Wenn wir zum Beispiel kollektiv als deutsche Bürger von heute auf morgen beschließen, dass uns das Benzin zu teuer ist und vollkommen aufs Tanken verzichten, würde das die deutsche Ölindustrie unweigerlich zu einer Reaktion zwingen. Wir sind also in diesem Sinne keine unmündigen Bürger dieser Wirtschaft. Wir können wählen, was wir kaufen und damit besteht grundsätzlich eine Demokratie.

Jedoch ist Demokratie nicht gleich Demokratie. Die DDR nannte sich auch Demokratie. Und was konnte man wählen? SED oder Gefängnis. Selbiges Problem stellt sich uns auch. Am Beispiel Benzin wird klar, dass wir nicht dauerhaft nicht Tanken können. Öl ist auf eine gewisse Art ein essenzielles Bedürfnis in der heutigen Gesellschaft. Wir brauchen also Öl. Was wir nun tun können ist zwischen den Anbietern wählen. Also zum Beispiel nicht mehr bei Aral tanken, weil die Preise zu teuern sind (und der Mutterkonzern BP alle Weltmeere mit Öl verseucht). Wenn das genügend Leute machen, wird Aral merken, dass etwas falsch läuft, die Preise senken und man kann wieder dort tanken.

Wenn mir aber nicht nur Aral, sondern auch Shell, total und alle anderen zu teuer sind, habe ich ein Problem. Dasselbe Problem habe ich, wenn ich finde, dass Hühner nicht in Batteriehaltung leben sollen, es aber keine Anbieter gibt, die ihre Hühner nicht in Batterien halten. Ich brauche also Alternativen, durch die ich meine Änderungswünsche ausdrücken kann. Bloß warum sollte so eine Alternative entstehen? Batteriehaltung ist günstiger, also wird kein Unternehmen von sich aus auf die Idee kommen Hühner in Freilandhaltung zu halten. Was passieren muss, ist, dass überzeugt ist, dass Batteriehaltung schlecht ist, und dass viele andere es auch schlecht finden, und ein Unternehmen gründet, dass Eier von Hühner aus Freilandhaltung anbietet. Aber er wird nie sicher wissen, dass genügend andere Menschen eine Ansicht teilen und es ihnen der höhere Preis wert ist bessere Eier zu bekommen. Er muss es wagen, gegen den Strom zu schwimmen und den Status quo infrage zu stellen, sonst werden die Hühner fortwährend nur in Batterien leben.

Nun, was hat das aber jetzt mit Demokratisierung zu tun? Was ich mit den mittelalterlichen Machtverhältnissen meinte, ist, dass eine kleine Menge von großen Konzernen eine enorme Macht über den Markt haben und diesen beeinflussen können. Das beste Beispiel dafür ist die Lebensmittelbranche oder auch das Drogeriegeschäft. Nestle, Coca Cola Company, Unilever sind Beispiele für Unternehmen, die hinter viel mehr Produkten stehen, als wir erwarten. Große Unternehmen mit monopolartiger Stellung können sowohl die Preise für uns bestimmen, als auch die Preise für die sie die Ware von Produzenten einkaufen, da die Produzenten darauf angewiesen sind, dass die Großunternehmen ihre Ware abnehmen. Die Unternehmen bestimmen aber auch, wie sie die Ware verarbeiten und wie sie sie bewerben. Was dabei in der Realität de facto passiert, ist, dass Unternehmen minderwertige Ware durch enormen Marketingaufwand so inszenieren, dass die Konsumenten bereit sind die Ware zum Preis von hochqualitativen Produkten zu kaufen. Das meine ich damit, dass etwas falsch läuft und wir eine Veränderung brauchen.

Wie können wir daran etwas ändern? Ganz einfach: Bewusster kaufen, Alternativen schaffen. Wie gesagt, wir können wählen, was wir kaufen. Das demokratische Instrument steht jedem zur Verfügung. In erster Linie kann jeder einzelne beim Kaufen bewusster dieses Instrument nutzten und die Ware kaufen, die seinen Vorstellungen von nachhaltiger Wirtschaft oder fairer Erzeugung entspricht. In zweiter Linie, und das ist für mich eigentlich das wichtigere, ist es notwendig Alternativen zu schaffen und sie gegen die vorherrschenden Unternehmen zu behaupten. Eine Demokratie ist nur dann besser als eine Autokratie, wenn es auch genügend Wahlmöglichkeiten gibt, um etwas zu verändern. Wenn die Wahl nur zwischen Oligarch 1, Oligarch 2 oder Oligarch 3 besteht, bringt uns die Demokratie nichts. Was wir brauchen, sind mehr Unternehmen, die es wagen besser zu wirtschaften, indem sie nachhaltiger oder fairer sind. Nur so können wir einen Pluralismus schaffen, der es ermöglicht, dass jeder gemäß seinen Wertvorstellung einkaufen kann und dementsprechend der Konsum, die Ansichten der Bevölkerung widerspiegelt und nicht – wie im Moment – Meinungen unterdrückt werden.

 

Um das Ganze abhschließend zusammenzufassen: Menschen sind Gewohnheitstiere und lehnen von Natur aus Veränderung ab. Trotzdem brechen sich Veränderungen eine Bahn, wenn sie genügend Überzeugungskraft besitzen, um die Menschen von ihren gewohnten Strukturen wegzubewegen. So wie in der Politik das Wählen das Mittel ist, um das politische Geschehen anhand der Ansichten der Bürger auszurichten, sind Konsumentscheidungen das Pendant in der Wirtschaft. Dazu bedarf es aber, dass mehr Menschen diese Entscheidungen bewusst treffen, aber vor allem, dass es mehr Wahlmöglichkeiten gibt. Es ist notwendig neue Unternehmen zu gründen, um mehr Pluralismus zu schaffen, und darüberhinaus, um bessere Produkte zu schaffen. So könnten wir die Wirtschaft demokratisieren und für mehr Machtgleichheit sorgen, sodass sich gutes ökonomisches Verhalten durchsetzen kann und die Herrschaft derer, die Profit auf Kosten des Rests der Gesellschafts maximieren, beendet werden.

Meine Inspiration für diese Erkenntnisse stammen aus dem sehr empfehlenswerten Buch: „Wir sind das Kapital“ von Günter Faltin

Wie verändere ich die Welt?

Ach, ist unser Leben nicht nur ein Wimpernschlag in der Geschichte des Universums? Oder wie Felix Blume (besser bekannt als Kollegah) in „Sommer“ singt: „Was sind 70 Jahre Lebenszeit verglichen mit der Ewigkeit?“ Wenn man so darüber nachdenkt, kann einem das menschliche Dasein ganz schön unbedeutend vorkommen und man gelangt schnell dazu zu behaupten, dass alles, was man in einer Lebenszeit bewirken könnte, belanglos sei. Sehr ähnlich ist die Meinung, dass die Bemühungen eines einzelnen bei 7 Milliarden Menschen ein Tropfen auf dem heißen Stein sind und keinen Unterschied machen. Wie sonst entsteht aber Veränderung in der Welt und wie können wir sie beeinflussen? Darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Steter Tropfen höhlt den Stein

So, es ist also in doppeltem Sinne egal was ich tue, denn im Vergleich zu 7 Mrd. anderen Menschen und im Vergleich 13 Mrd Jahren Universum wiegt ein Lebensjahr von mir nur im Verhältnis 1 : 20.000.000.000. Wenn aber mein Leben praktisch keine Auswirkungen hat, hat das meines nächsten aber doch auch keine Auswirkungen. Und das gilt doch für alle 7 Milliarden Menschen. Aber sind die Entscheidungen von 7 Mrd. Menschen unrelevant? Wohl eher nicht. Aber jedes einzelne wohl irgendwie doch. Wie passt das denn zusammen und woher kommt denn jetzt die Veränderung?

Nun dazu ein kleines Gedankenexperiment. Angenommen ich möchte tausend neue Vokabeln lernen. Wenn ich mir jetzt alle tausend Vokablen ein Mal anschaue, werde ich fast nichts gelernt haben. Zumindest quasi nichts, denn die handvoll Vokabeln, die ich mir behalten habe, sind nichts im Vergleich zu den tausend, die ich lernen muss. Wenn ich mich aber jeden Tag hinsetzte und die Vokablen lerne, werde ich nach einiger Zeit – auch wenn es Jahre dauert – die Vokabeln können. Tausend Vokabeln lernen ist also eine schwere Sache, die ich mit ein Mal anschauen niemals erreiche, sondern nur mit viel Mühe und täglichem Wiederholen bewältigen kann.

Genauso verhält es sich mit der Veränderung. Wenn ich mich ein Mal hinsetze und die Welt verändern will, ist es unmöglich. Wenn ich aber jeden Tag meine Handlungen daran ausrichte, was ich verändern möchte, werde ich mit der Zeit deutlich größere Erfolge erzielen, als ich je gedacht hätte. Ich meine, es ist doch beachtlich, was Menschen alles in einem Leben erreichen. Wieviel wissen sie anhäufen, wieviel Lebenserfahrung sie sammeln, wieviele Geschichten sie erzählen können und wieviel BIP sie generieren. Doch da ein Leben ja kontinuierlich verläuft, fällt uns der enorme Unterschied zwischen Frischgeborenem und einem Menschen am Höhepunkt seines Lebens nicht auf. Es ist bestimmt vielen schon aufgefallen, dass man die Veränderung von Menschen, die man täglich sieht, kaum wahrnimmt. Nur in seltenen Momenten, z.B. wenn man sich Fotos aus der Kindheit anschaut oder jemanden nach langen Jahren wiedertrifft, fällt uns auf, wie sehr wir uns verändern.

Noch unauffälliger ist die Veränderung, die wir bei anderen Menschen hervorrufen, obwohl dafür dieselben Regeln gelten. Jedes Kind weiß, dass wenn es die Eltern oft genug mit einem Wunsch nervt, sie irgendwann nachgeben werden. Dieser Fall ist das bewusste hinarbeiten auf ein Ziel, aber unser Leben lang wirken wir unbewusst auf Menschen ein mit unseren Wünschen, Ideen und unserem Verhalten. Jede Form von sozialer Interaktion ruft irgendeine – wenn auch noch so geringe – gegenseitige Beeinflussung hervor. Natürlich hat also auch ein ganzes Leben in Summe einen enormen Effekt, den wir nicht unterschätzen dürfen, auch wenn er uns oft so gering erscheint.

Veränderung und die Gesellschaft

Nach diesem Plädoyer für bewusst getroffene Entscheidungen, möchte ich noch eine Sache zu dem großen und undgreifbaren Wesen, das sich hinter dem Wort Gesellschaft verbirgt, loswerden. Man redet oft von „der Gesellschaft“ und dem „Verhältnis des Individuums zur Gesellschaft“, von gesellschaftlichem Druck, gesellschaftlichen Werten und vielem mehr. Aber was ist diese Gesellschaft überhaupt? Die Gesellschaft sind wir alle. Aber keiner von uns alleine. Ich bin nicht die Gesellschaft, du auch nicht. Aber alle Deutschen, das ist eine Gesellschaft, obwohl kein Deutscher alleine die Gesellschaft ist. Das ist doch paradox. Und noch paradoxer ist es von dem Individuum und der Gesellschaft zu reden, denn die Gesellschaft ist nichts anderes als eine Summe von Menschen (s.a. www.wikipedia.org/Gesellschaft). Jeder von uns ist also ein Teil einer Gesellschaft, da die Gesellschaft nichts anderes ist als die Summe von vielen Menschen. Wenn es nun gesellschaftliche Normen oder gesellschaftlichen Druck gibt, dann heißt das, dass es Werte und Normen gibt, die ein Großteil dieser Menschen teilt und von anderen erwartet. Das heißt, dass ich, du und viele andere etwas denken, von etwas überzeugt sind und auf eine gewisse Art und Weise mit unseren Mitmenschen umgehen. Was ich damit sagen will, ist, dass Gesellschaft nicht irgendwo an einem fernen, abstrakten Ort stattfindet, sondern vor der Haustür eines jeden von uns.

Veränderung in der Gesellschaft

So, wenn man das nun in Verbindung mit den Überlegungen über Veränderung bringt, ergibt sich, dass jeder einzelne von uns die Gesellschaft aktiv beeinflusst, und zwar durch jede seine Handlungen. Summiert man diesen Einfluss eines Menschen über ein Leben und die Anzahl seiner Handlungen auf, fällt auf, dass schon ein einzelner Mensch viel bewirken kann und die Gesellschaft aktiv mitgestalten kann. Die zwei Punkte auf die ich hier also hinaus will, ist, erstens, dass wir etwas bewirken können, weil wir einen großen Einfluss haben – auch wenn uns das nicht immer so bewusst ist. Und, zweitens, dass wir diesen Einfluss nutzen sollten, um Gutes zu tun. Kein Mensch ist perfekt, jeder tut einmal etwas, was nicht gut ist, aber wir sollten nie schlechtes Verhalten damit rechtfertigen, dass es, wenn es auf einen eingeschränkten Kreis begrenzt ist, keine weiteren Auswirkungen auf die Welt hätte. Im Gegenteil, ich finde wir sollten gerade deshalb uns besser verhalten und öfters überprüfen, ob unsere Verhaltensweisen für andere gut sind, weil sie eben solch eine Aussagekraft und Wirksamkeit haben. Um es mit Mahatma Gandhi zu sagen: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“. Genau dasselbe sagt Kant mit seinem kategorischen Imperativ.

Aber ganz egal, wer das gesagt hat. Aus den vorigen Überlegungen folgt meines Erachtens eine viel größere Verantwortung des Einzelnen für seine Taten. Und daraus erwächst eine Verpflichtung für einen jeden, seine Entscheidungen bewusst zu treffen und sich ihrere Konsequenzen bewusst zu sein, weil wir allein mit unseren Entscheidungen, das gestalten, was sich in Form von anderen Menschen auf uns zurückspiegelt.

Philosophie und die sekundäre Lebensdimension

Beim Schreiben des „Über mich“-Teils habe ich darüber nachgedacht, was philosophieren für mich eigentlich heißt, und was es eigentlich bringt. Da ich dafür aber nicht zu weit ausholen wollte, möchte ich mich hier der Fragestellung in einem eigenen Beitrag widmen.

Was ist Philosophie?

Philosophie, wie man sie aus Büchern kennt, wird meist in zwei Arten unterschieden: historische und systematische. Die historische Philosophie versucht Werke von Philosophen zu lesen, um deren Gedanken so gut es geht zu rekonstruieren und sie in den Kontext ihrer Epoche einzuordnen. Die systematische Philosophie hingegen betrachtet ein Thema (bspw. Glück) und untersucht Positionen verschiedener Philosophen dazu, um schließlich deren Argumente gegeneinander abzuwägen.

Meines Erachtens gehört die historische Philosophie so sehr zu Philosophie wie historische Musikwissenschaft zu Musik. Natürlich hat jede Disziplin eine Historie, die betrachtet werden kann, aber von der Methodik betrachtet handelt es sich um reine Geschichtswissenschaft.

Systematische Philosophie ist das, was ich unter Philosophie verstehe, da es die Methode des Argumentierens verwendet, um Wahrheit zu erkennen. Dennoch ist die Praxis der Philosophie sehr stark von der Philologie durchdrungen, weshalb ich lieber vom Philosophieren spreche, um klar zu verbalisieren, dass es mir um den Akt des Nachdenkens geht und nicht um das Lesen von philosophischen Werken.

Aber zurück zur Frage: Was ist Philosophie(ren)?

Ich habe in „Über mich“ geschrieben, dass Philosophie bedeutet, die Welt mit den Augen eines Kindes zu betrachten. Aber das trifft es vielleicht nicht ganz. Denn ich setze mich ja nicht hin, versuche all mein Wissen auszublenden und denke über irgendwelche Dinge nach, um so zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Es ist eher so, dass ein philosophischer Mensch in meinem Sinne durchs Leben geht, aber nicht nur die Dinge an sich sieht, sondern auch das betrachtet, was dahinter steht. Das mag klingen wie etwas außergewöhnliches, ich meine aber etwas ganz triviales, was in jedem Menschen steckt. Ich meine zum damit zum Beispiel, wenn jemand einen Obdachlosen sieht und ihm etwas Geld gibt und sich dann überlebt, dass wenn jeder, der an diesem Obdachlosen vorbeiläuft nur einen minimalen Betrag spenden würde, sehr schnell eine große Summe an Almosen zusammenkäme. Oder auch, wenn sich jemand fragt, ob ihm sein Job eigentlich Spaß macht, und sich überlegt, was überhaupt die Dinge sind, die ihm Spaß machen.

Ich würde behaupten, dass Philosophisch-Sein kein schwarz-weiß Begriff ist. Man ist nicht entweder philosophisch oder unphilosophisch. Jede Art von Refklektion, über sich, über die Menschen, die Gesellschaft die Welt oder was auch immer, ist in gewissem Sinne philosophisch, da sie ein „was wäre, wenn…“ beinhaltet. Philosophisch-Sein ist also ein gradueller Begriff und der Grad des Philosophisch-Seins ist quasi, wie krass man dieses „was wäre, wenn…“ denkt. Jeder Mensch reflektiert z.B. über seine Situation: „Was wäre, wenn ich jetzt nicht aufstehe sondern mich nochmal im Bett umdrehe?“ – ein diesem Sinne ein philosophischer Gedanke. Manche Menschen reflektieren aber noch mehr als nur ihre Situation, sondern sie stellen gleich ganze Strukturen, Lebensweisen, Normen, physikalischen Gestze etc. in Frage, und demnach würde ich sie als mehr philosophisch als andere bezeichnen.

Die sekundäre Lebensdimension

Und dieses „mehr philosophisch sein“ bezeichne ich, als die sekundäre Lebensdimension. Was meine ich damit? Nun ich denke Menschen sind vieles, aber vor allem auch faul. Der Ottonormalverbraucher treibt also durchs Leben, kauft die Lebensmittel, die am günstigsten und am besten greifbar sind, er kauft die ersten Klamotten, die ihm gefallen und den Fernseher, der am besten in sein Wohnzimmer passt. Ich will niemanden angreifen, der das tut. Wir alle tun Dinge, die für uns einfach sind. Aber ich glaube, dass hinter vielen Dinge weitreichendere Konsequenzen stecken, denen man sich nicht immer bewusst ist. So ist der Kauf von sämtlichen Konsumgütern immer eine Beeinflussung des Marktes. Ich kaufe nicht nur günstige Lebensmittel, ich unterstütze damit Lebensmittelanbieter, die günstige Lebensmittel produzieren. Dasselbe gilt für Kleidung und alle anderen Kaufentscheidung, die immer ökonomische Auswirkungen haben. Aber dasselbe gilt auch für Handlungen. Ob ich meinem Partner fremdgehe oder nicht, ist zwar eine Sache zwischen uns zweien, aber ich entscheide mich in gewisser Weise für zwei Werte, die ich in der Gesellschaft verbreite. Verbreite ich Treue und Vertrauen oder Untreue und Opportunismus? Mit meiner Handlungsentscheidung beeinflusse ich die Art wie mein Partner andere Menschen wahrnimmt. Wenn ich ihn enttäusche, wird er vielleicht auch von anderen Menschen annehmen, dass sie ihn enttäuschen. Und wenn mein Partner neue Menschen kennenlernt und er ihnen prinzipiell misstraut, werden sie es merken und auch davon beeinflusst werden. Und auch all die Menschen die davon hören, ob ich fremdgehe (oder auch falls nicht), nehmen das auf und es beeinflusst ihre Sicht der Dinge.

Man kann sagen, dass dieser Einfluss minimal ist. Aber wie ich gerade versucht habe zu zeigen, ist die Anzahl der Menschen, die eine solche Entscheidung mitbekommen nicht zu unterschätzen. Und auch wenn der jeweilige Einfluss minimal ist, so ist über mein Leben gerechnet die Summe meiner Einflüsse doch sehr groß. Hinzukommt, dass ich nie der einzige bin, der sich für einen gewissen Wert entscheidet. Millionen von Menschen tun das jede Sekunde, und wenn sich jeder für Treue entscheidet, ist der Einfluss auf die Welt enorm.

Wenn einem dieser Punkt klar geworden ist, ist hoffentlich auch verständlich geworden, was ich mit sekundärer Lebensdimension meine – nämlich sich genau diese Gedanken zu machen und zu erkennen, was hinter meinen Handlungen und Konsumentscheidungen steht. Die sekundäre Lebensdimension zu sehen, heißt, die Dinge nicht für sich zu betrachten, sondern sie mit allen anderen Dingen verbunden zu sehen, mit denen sie in Wechselwirkung stehen. Ich überlege mir „was wäre, wenn …“ ich das jetzt kaufe, was wenn ich es nicht kaufe. Was, wenn ich jetzt fremdgehe, was wenn nicht. Was wäre, wenn jeder Mensch ein bisschen mehr altruistisch wäre? Was wäre, wenn sich in Europa nicht der Kapitalismus durchgestzt hätte? Was wäre, wenn Europa damals nicht die halbe Welt kolonialisiert hätte?

Philosophisch-Sein und die zweite Lebensdimension zu sehen, heißt also die Welt abstrakter zu sehen, als sie sich uns zeigt. Es heißt über den Tellerrand zu schauen, Konsequenzen und größere Zusammenhänge zu sehen und vorhandene Denkmuster infrage zu stellen. Vor allem letzteres ist das, was ich damit meinte, die Welt mit den Augen eines Kindes zu betrachten.

So singt es übrigens auch  Peter Maffay in „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus „Tabaluga“ 😉

 

 

Über mich

Zu Beginn möchte ich mich selbst kurz vorstellen und kurz umreißen, um was es in diesem Blog gehen soll.

Ich heiße Konsti, bin 20 Jahre alt und liebe es über Gott und die Welt zu philosophieren. Ich bin Informatikstudent, ein kleiner Perfektionist und habe ein gewisses Fable für Fremdwörter.

Philosophieren verstehe ich als das Nachdenken darüber „wie die Dinge seien könnten, wenn sie nicht so wären wie sie sind“. Also als hinter die Kulissen blicken, die Dinge mit den Augen eines Kindes zu sehen und sich zu fragen, warum all die Sachen in dieser Welt eigentlich so sind, wie sie sind, wie es dazu gekommen ist und ob es gut ist, wie es gerade ist.

Ich habe diesen Blog erstellt, um die Gedanken, die mir im täglichen Leben durch den Kopf gehen, festzuhalten, zu konservieren, zu ordnen und – falls sich jemand dafür interessiert – zu teilen. In gewisser Weise möchte ich mich mit diesem Blog dazu verpflichten meine Gedanken auch mal niederzuschreiben und hoffentlich eines Tages zu einem konsistentes Gesamtbild zusammenzuführen.

Ich hoffe dass ihr Spaß beim Lesen habt und freue mich über Kommentare, Kritik, Anregungen und Ideen 🙂

Euer Konsti

Lieber Blog

Lieber Blog,

nachdem du jetzt ein Jahr lang auf irgendeinem Server herumgelegen hast, ist die Zeit gekommen Worten Taten folgen zu lassen, und diesen Haufen verstaubter Bits und Bytes zum Leben zu erwecken.

Also viel Spaß bei dem was folgt!